Pressemitteilungen des BdV

Pressemitteilungen

Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) äußert sich als Deutschlands größte Verbraucherschutzorganisation zu allen Fragen, Themenfeldern und Entwicklungen im privaten Versicherungsbereich.

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Gut informiert durch den BdV!

Krankenversicherung | 17.12.2020

Bundesgerichtshof gibt falsche Hoffnung für PKV-Versicherte

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Nur geringe Transparenz bei Beitragsanpassungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat gestern in einem Urteil entschieden, dass in bestimmten Fällen Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht wirksam sind. In Folge könnten betroffene Versicherte nun Erhöhungsbeträge zurückfordern. Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) sieht das Urteil jedoch skeptisch, da die Beitragsanpassung als solche nicht in Frage steht. Zwar können Versicherte die Erhöhungsbeträge zunächst zurückfordern, wenn die Gründe für die Erhöhung unvollständig mitgeteilt wurden. Im Gegenzug werden dann aber die zukünftigen Beiträge besonders stark steigen. „Für die meisten Versicherten läuft es bestenfalls auf ein Nullsummenspiel heraus“, kommentiert Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV. Kritisch sieht er aber die Erläuterungen des BGH, dass Versicherte bei einer Beitragsanpassung nur Anspruch auf sehr wenige Informationen haben. „Der Bundesgerichtshof zementiert die Intransparenz diverser privater Krankenversicherer“, folgert Kleinlein.

Lebens- und Rentenversicherung | 04.12.2020

Versicherungslobby täuscht Sicherheit vor

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Zahlen des GDV offenbaren dramatischere Situation als befürchtet

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) versucht mit neuen Zahlen zur Lage der deutschen Lebensversicherer die vermeintliche Sicherheit der Branche zu belegen. Dabei zeichnen die Lobbyisten ein dramatischeres Bild als der Bund der Versicherten e. V. (BdV) bereits im Oktober. Der BdV sieht aus der Entwicklung die Gefahr unzureichender Solvenz für einige Unternehmen. Die positive Darstellung der Lobbyisten entbehrt jedoch jeder Grundlage: „Der GDV leitet aus hohen notwendigen Sicherheitsmitteln eine scheinbare Sicherheit ab, ohne aufzuzeigen, dass die Ausfinanzierung dieser Reserven überhaupt nicht geklärt ist“, so Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV. Konkret geht es um die Zinszusatzreserve, die Kalkulationsfehler der Vergangenheit ausgleichen soll. „Was wie ein Sicherheitsnetz aussieht, ist in Wirklichkeit ein Fallstrick“, kritisiert Kleinlein. Unklar ist, wie die Lebensversicherer in der jetzigen Situation weitere mehrstellige Milliardenbeträge aufbringen wollen.

Lebens- und Rentenversicherung | 02.12.2020

Irreführung der Allianz bei Überschussdeklaration

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Branchenführer blendet Kosten aus

Die Allianz Lebensversicherung AG, Branchenführer in Deutschland, präsentiert heute die Überschussdeklaration für 2021. Dabei stellt sie die Rentabilität der eigenen Produkte mit einer Gesamtverzinsung von 2,9 bis 3,2 Prozent in einen Vergleich mit sicheren Anlagen. „Die Allianz suggeriert, die deklarierte Gesamtverzinsung würde der Vergleichsmaßstab zu alternativen Sparformen sein. Dies ist falsch und irreführend“, erklärt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bund der Versicherten e. V. (BdV). Da die Gesamtverzinsung nur auf einen Teil der Beiträge gewährt wird, ist die Beitragsrendite deutlich geringer. „Die Allianz setzt sogar ab nächstem Jahr bewusst auf Negativrenditen“, erklärt Kleinlein mit Blick auf die neue Produktgeneration, die endfällige Garantien von deutlich weniger als 100 % der eingezahlten Beitragssumme versprechen.

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