Dienstunfähigkeit bei Beamten auf Lebenszeit: Berufsunfähigkeits-versicherung mit oder ohne DU-Klausel?
Dienstunfähig – für viele klingt das nach einem Ausnahmefall. Doch bei genauem Hinsehen zeigt sich: Ganz so selten ist das gar nicht. Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2022 rund 17 Prozent der etwa 59.000 Neupensionierten nach dem Beamten- und Soldatenversorgungsrecht wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Das sind etwa 10.300 Menschen, die im Schnitt gerade einmal 56 Jahre und neun Monate alt waren. Was genau zur Dienstunfähigkeit bei den Beamten geführt hat, verrät die Statistik zwar nicht. Jedoch werfen die Zahlen die wichtige Frage auf: Wie gut sind Beamte eigentlich abgesichert, wenn sie ihren Dienst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr leisten können?
Wer plötzlich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Berufsleben ausscheidet, steht schnell vor finanziellen Herausforderungen. Das regelmäßige Einkommen fällt weg, die Ausgaben laufen weiter. Spätestens hier kommt die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) ins Spiel. Für Beamte auf Lebenszeit stellt sich in Bezug auf die BU-Versicherung eine entscheidende Frage: Lohnt sich eine BU mit einer Dienstunfähigkeitsklausel? Die Antwort darauf ist nicht ganz trivial. Denn um hier eine fundierte Entscheidung treffen zu können, muss man zunächst wissen, warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist und wie sie funktioniert. Ob dann eine zusätzliche DU Klausel wirklich hilfreich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Das Wichtigste auf einen Blick
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Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll – auch für Beamte auf Lebenszeit
Das Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit reicht oft nicht aus (nur ca. 45–55 % der letzten Besoldung), was zu finanziellen Lücken führt. Eine BU-Versicherung kann diese Lücke schließen. -
BU-Versicherung mit DU-Klausel oder ohne? Unterschiede in der Leistungsprüfung
Bei der BU entscheidet die Versicherung, ob Berufsunfähigkeit vorliegt (mind. 50 % Einschränkung im Beruf), bei eine “echten“ DU-Klausel trifft der Dienstherr die Entscheidung anhand amtsärztlicher Gutachten. -
DU-Klausel nur bei Bedarf, dann als echte DU-Klausel
Eine „echte“ DU-Klausel zahlt ohne eigene Prüfung der Versicherung bei gesundheitlich bedingter Ruhestandsversetzung. Eine „unechte“ DU-Klausel kann jedoch zusätzliche Nachweise verlangen oder Leistungen verweigern. -
Die Versorgungshöhe bei Dienstunfähigkeit hängt von vielen Faktoren ab
Sie richtet sich nach ruhegehaltfähiger Dienstzeit, Besoldung, Zurechnungszeit, Einbaufaktor und eventuellen Abschlägen. Beispiel: Bei 15 Jahren Dienstzeit und A13-Bezügen liegt die Netto-Versorgung oft nur bei 700– 900 € monatlich. Der Abschluss einer BU-Versicherung ist daher empfehlenswert.
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Wer die Berufsunfähigkeit oder Dienstunfähigkeit feststellt
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Wann und wie Versicherer leisten
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Die Unterschiede zwischen „echter“ und „unechter“ DU-Klausel
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Beispielklauseln und konkrete Berechnungen
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Ein Fazit, wann sich die DU-Klausel wirklich lohnt
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