Haftpflichtschutz für Tierhalter*innen besonders wichtig
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Bund der Versicherten e. V. (BdV) informiert über sinnvolle Versicherungen rund ums Haustier Haustiere bereichern den Alltag, bringen aber auch Verantwortung mit sich – nicht nur für das Tier selbst, sondern auch für entstehende Schäden. Denn Tierhalter*innen haften grundsätzlich für Schäden, die ihr Tier bei Dritten verursacht. Insbesondere für Hunde- und Pferdehalter*innen ist es daher unverzichtbar, eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. „Wer einen Hund oder ein Pferd hält, sollte auf einen passenden Haftpflichtschutz nicht verzichten. Schäden können schnell hohe Kosten verursachen“, sagt BdV-Vorständin Bianca Boss. Zahme Kleintiere wie Katzen, Kaninchen oder Meerschweinchen sind meist über die private Haftpflichtversicherung abgesichert. Für Hunde und Pferde gilt das in der Regel nicht. Für sie ist eine eigene Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig. In mehreren Bundesländern besteht für Hundehalter*innen sogar eine gesetzliche Versicherungspflicht. Wie schnell ein Schaden passieren kann, zeigen typische Alltagssituationen: Ein Hund läuft plötzlich auf einen Radweg und bringt eine Radfahrerin zu Fall. Oder ein Pferd entläuft von der Koppel und verursacht einen Verkehrsunfall. Tierhalter*innen müssen in solchen Fällen auch dann für den entstandenen Schaden aufkommen, wenn sie selbst kein Verschulden trifft – und zwar in voller Höhe. Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung übernimmt berechtigte Schadensersatzforderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab – falls nötig auch gerichtlich. „Wichtig ist, dass die Versicherungssumme ausreichend hoch gewählt wird. Für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sollten mindestens 15 Millionen Euro abgesichert sein“, sagt Boss. Entscheidend sei außerdem, auf einen möglichst umfassenden Leistungsumfang zu achten. Der BdV stellt dazu ein kostenloses Infoblatt mit Hinweisen zur Tierhalterhaftpflichtversicherung zur Verfügung. Anders fällt die Einschätzung des Verbraucherschutzvereins bei Tierkrankenversicherungen aus. Zwar können tierärztliche Behandlungen teuer werden – insbesondere Operationen oder langfristige Therapien. Viele Policen sind jedoch kostspielig und enthallten zahlreiche Einschränkungen. Häufig ausgeschlossen sind etwa angeborene Fehlentwicklungen, erblich bedingte Erkrankungen oder bereits bekannte Vorerkrankungen. Zudem sehen viele Verträge Wartezeiten, Höchstgrenzen bei Erstattungen oder steigende Beiträge im höheren Alter des Tieres vor. „Nicht immer lohnt sich eine Tierkrankenversicherung wirtschaftlich. Oft kann es sinnvoller sein, regelmäßig Geld für mögliche Behandlungskosten zurückzulegen“, sagt Boss. Der BdV empfiehlt daher, zunächst auf einen soliden Haftpflichtschutz zu achten und den Bedarf für eine Tierkrankenversicherung sorgfältig zu prüfen. Auch zu Tierkrankenversicherungen bietet der BdV ein kostenloses Infoblatt an. BdV-Mitglieder können sich zudem individuell zu ihrem persönlichen Versicherungsbedarf beraten lassen. |