20.03.2026

Richtig versichert ins neue Jahr: Der Versicherungsordner im Check

Viele Haushalte stellen zu Jahresbeginn ihre finanzielle Situation auf den Prüfstand. Wer richtig versichert sein möchte, richtet den Blick dabei auch in den Versicherungsordner – in der Hoffnung, Sparpotenziale zu entdecken. Im Vordergrund sollte jedoch stets die bedarfsgerechte Absicherung stehen und nicht die kurzfristige Ersparnis.



Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Richtig versichert zu sein bedeutet nicht, viele Verträge zu haben, sondern die richtigen.

  • Bedarfsgerechte Absicherung geht vor kurzfristiger Ersparnis.

  • Eine individuelle Versicherungsanalyse zeigt, wo echter Bedarf besteht – und wo nicht.

  • Der kostenlose BedarfsCheck des Bund der Versicherten hilft bei der Einschätzung.


Im Durchschnitt besaßen die Deutschen im Jahr 2021 rund fünf Versicherungsverträge und gaben durchschnittlich etwa 2.700 Euro für ihren Versicherungsschutz aus. Aufgrund dieser Zahlen könnte man meinen, die Bundesbürger*innen seien gut versichert. Das ist ein Trugschluss, denn weder die reine Anzahl der Versicherungsverträge noch die Höhe der gezahlten Beiträge erlauben einen Rückschluss auf die Qualität des Versicherungsschutzes. Im Gegenteil haben wir in der Beratung unserer Mitglieder immer wieder die Erfahrung gemacht, dass viele Haushalte in Deutschland entweder zu teure Verträge, überflüssige Policen oder keinen ausreichenden Versicherungsschutz haben.

Tipp zur Versicherungsanalyse: So ermitteln Sie Ihren individuellen Versicherungsbedarf

Hier bietet sich also einiges an Optimierungspotenzial. Viele Menschen wissen nicht, welche Versicherungen in ihrer Lebenssituation wichtig sind und auf welche sie eventuell verzichten können. Ausgangspunkt jeder seriösen Versicherungsanalyse – und damit der Prüfung, ob die passenden Verträge im Versicherungsordner liegen – sollte daher eine individuelle Bedarfsanalyse sein.

Da sich der Versicherungsbedarf im Laufe des Lebens immer wieder verändert, sollte dieser regelmäßig geprüft werden. Einen ersten Überblick können sich Verbraucher*innen mithilfe des BedarfsChecks des Bund der Versicherten verschaffen. Der kostenlose BedarfsCheck liefert in wenigen Minuten eine individuelle Einschätzung zur bedarfsgerechten Absicherung – aufgeteilt in sinnvolle und weniger geeignete Versicherungen.

Anhand weniger Angaben zur privaten und beruflichen Situation sowie über die eigenen Besitzverhältnisse erstellt das Online-Tool eine Empfehlung, welche Versicherungen wichtig, nachrangig und überflüssig sind. Im Ergebnis werden dann die passenden BdV-Infoblätter verlinkt, die wichtige Hinweise und Tipps zu den jeweiligen Versicherungssparten enthalten.


Unsicher, ob Ihr Versicherungsordner wirklich passt?

Ob überflüssige Verträge, Deckungslücken oder zu teure Tarife. Unsere Expert*innen des Bund der Versicherten prüfen Ihre Verträge unabhängig und ohne Verkaufsinteresse.

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Auf einige Versicherungen können Verbraucher*innen übrigens in jedem Fall verzichten, da sie grundsätzlich ungeeignet und damit unnötig sind. Dazu zählen beispielsweise Handy-, Brillen-, Reisegepäck- oder kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen. Mehr dazu steht im BdV-Infoblatt „Versicherungen, die Sie nicht brauchen“.

Wer beim Bedarfs-Check feststellt, dass weiterer Absicherungsbedarf besteht, sollte sich beraten lassen – aber bitte möglichst neutral und unabhängig. BdV-Mitglieder können sich von den Expert*innen des BdV individuell zu privaten Versicherungen sowie zur Altersvorsorge beraten lassen. Diese Beratung ist im BdV-Mitgliedsbeitrag von 82 Euro pro Jahr (für unter 25-Jährige die Hälfte) enthalten. Sie erhalten neben der Beratung auch Unterstützung im Schadenfall und bei Konflikten mit Versicherern.

Prüfen Sie (bestehende) Verträge – Teil Ihrer persönlichen Versicherungsanalyse

Wenn der Versicherungsordner bereits die richtigen Versicherungsverträge enthält, sollten diese genau geprüft werden. Dabei sollten immer die Leistungen im Vordergrund stehen, denn der günstigste Tarif nutzt nichts, wenn er im Schadenfall keine ausreichende Absicherung bietet. Besonders bei älteren Verträgen kann sich der prüfende Blick lohnen: Der Versicherungsmarkt ist umkämpft, die Versicherer feilen daher immer weiter an ihren Angeboten. Daher kann es sein, dass der nötige Versicherungsschutz mittlerweile günstiger und zu besseren Konditionen zu bekommen ist.

Auch sollten die Deckungssummen, beispielsweise in der Privathaftpflichtversicherung, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls erhöht werden. Hierfür müssen Sie nicht unweigerlich den Anbieter wechseln: Erkundigen Sie sich bei ihrem Versicherer, ob er Ihnen die gewünschten Verbesserungen anbieten kann.

BdV-Mitglied werden! Es lohnt sich.

Für 82 € im Jahr (zu 80 % steuerlich absetzbar) erhalten Sie persönliche Beratung zu Versicherungen und Altersvorsorge, Zugang zu fairen Mitgliederverträgen und eine starke Stimme für Ihre Rechte als Versicherte*r. Unter 25? Sie zahlen nur die Hälfte.

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Wer sich nicht sicher ist, welche Leistungen ein guter Versicherungsvertrag einer bestimmten Sparte bieten sollte, für den lohnt der Blick in das jeweilige BdV-Infoblatt. Neben wichtigen Tipps und Hinweisen findet man dort auch die sogenannten BdV-K.-o.-Kriterien, die ein guter Versicherungsvertrag in der jeweiligen Sparte auf jeden Fall erfüllen sollte. BdV-Mitglieder haben darüber hinaus exklusiven Zugang zu Tarifempfehlungen für Anbieter, die die BdV-K.-o.-Kriterien erfüllen.

Tipp vom Bund der Versicherten: Sie fragen sich, was ein guter Tarif in Ihrer Versicherungssparte leisten sollte? In den BdV-Infoblättern finden Sie die K.-o.-Kriterien, die ein Vertrag mindestens erfüllen muss. BdV-Mitglieder erhalten zusätzlich konkrete Tarifempfehlungen.

Weitere Informationen zu den Vorteilen einer BdV-Mitgliedschaft.


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Über mich

Ich bin Julia Alice Böhne und seit Februar 2018 als Pressereferentin beim Bund der Versicherten. Zuvor habe ich mehrere Jahre als Journalistin bei einem Fachmagazin für und über die Finanz- und Versicherungsbranche geschrieben. Der Aspekt des Verbraucherschutzes hat mich dabei besonders interessiert. Denn je mehr ich mich mit Versicherungen beschäftigt habe, desto deutlicher wurde, wie undurchsichtig die Branche und ihre Produkte für die meisten Menschen sind. Gleichzeitig empfinden viele das Thema als langweilig oder gar lästig, obwohl es teilweise um existenziellen Schutz geht. Ich möchte dazu beitragen, diese Intransparenz zu beseitigen und mehr Interesse an Versicherungsthemen zu erzeugen – unter anderem mit Beiträgen im BdV-Ratgeber.