1.4.2022

Kidspolice ist Käse

BdV-Jury kürt Produkt der ERGO Vorsorge Lebensversicherung zum Versicherungskäse des Jahres

Zum mittlerweile achten Mal prämiert der Bund der Versicherten e. V. (BdV) mit dem Versicherungskäse des Jahres das schlechteste Versicherungsprodukt. Die Kidspolice Balance der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG machte in diesem Jahr bei der Jury das Rennen.

Verbraucherschützer kritisieren seit Jahren die hohen Kosten und fehlende Flexibilität von fondsgebundenen Kapitallebens- und Rentenversicherungen. Die Kidspolice bestätigt einmal mehr diese Kritik. Der BdV hat nachgerechnet:

Für ein 9 Jahre altes Kind, geboren am 01.01.2013, und bei einem monatlichen Beitrag von 25,00 Euro ab dem 01.04.2022 erhält es ab dem 01.04.2080 mit 67 Jahren bei der ERGO Kidspolice Balance eine garantierte Altersrente von 9,53 Euro monatlich.

„Wahrscheinlich würden die Kinder und Enkel dieses Produkt, wenn sie selbst erwachsen sind, nie abschließen. Sie würden ihr Geld lieber direkt, kostengünstig und flexibel in Investmentfonds und Wertpapiere bzw. Sparverträge anlegen, statt diese in einer teuren und unflexiblen Hülle eines Versicherungsprodukts zu kaufen, das sie ein ganzes Leben lang mit ungewissem Ausgang vertraglich bindet“, kritisiert Laudator Dr. Achim Tiffe. Er mahnt: „Hände weg von Versicherungsprodukten für minderjährige Kinder und Enkel bei der Geldanlage – auch über den Umweg der Eltern und Großeltern. Bleibt bei dem, was ihr könnt: Risiken absichern.“

Der Preis wurde auf der diesjährigen BdV-Wissenschaftstagung in Hamburg verliehen. Die ausführlichen Laudationes der Jury stehen zum Herunterladen zur Verfügung:

Die „Kidspolice“ der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG

Die „Ticket-Versicherung“ der Allianz Travel (AWP P&C S.A.)

Das „Versicherungspaket Shopping für Inhaber*innen der Visa Kreditkarte der Deutschen Kreditbank AG“ (DKB)

Neben der Juristin und Verbraucherschützerin Edda Castelló sitzen Sandra Klug (Verbraucherzentrale Hamburg), Britta Langenberg (Expertin Vorsorge und Versicherungen Finanzwende), Barbara Sternberger-Frey (Redaktionsbüro Sternberger-Frey) und Dr. Achim Tiffe (Vereinsmitglied beim Institut für Finanzdienstleistungen e. V. (iff) und Rechtsanwalt in der Kanzlei JUEST+OPRECHT) in der Jury.

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