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Sachversicherung | 13.05.2016

Unverständliche Zusatzversicherungen über Saturn, Fielmann und Co.

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Eine heute veröffentlichte Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) zeigt, dass die wenigsten Verbraucher wissen, was genau hinter einer Zusatzversicherung steckt, die sie mit dem Kauf einer Brille, eines Elektrogerätes oder eines Autos erwerben. „Verbraucher schließen beim Kauf diverser Konsumgüter oft eine produktergänzende Versicherung ab und sind dann im Schadensfall enttäuscht über geringe Leistungen“, so BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. Der BdV fordert daher, zusammen mit dem vzbv, schärfere Richtlinien für diesen Vertriebsweg, um der Intransparenz ein Ende zu setzen.

Optiker werben mit Brillenversicherungen gegen Bruch oder Diebstahl der Sehhilfe. Elektronikmärkte versprechen mit der Elektronikversicherung beim Kauf eines Smartphone oder iPad umfangreichen Versicherungsschutz gegen Diebstahl und Beschädigung des geliebten Elektronikgeräts. Kaum ein Verbraucher weiß jedoch wirklich, was bei solchen produktergänzenden Versicherungen abgesichert ist. „Die Untersuchung des vzbv zeigt, dass 6 von 7 Verbraucher mit einer solchen produktergänzenden Versicherung nicht wissen, was die Versicherung leistet und was nicht“, macht Kleinlein deutlich.

Zudem ist die Beratung durch die Verkäufer zum Versicherungsprodukt äußerst dürftig. „Oft hat ein Verkäufer keine ausreichende Ausbildung oder Schulung genossen, um den Verbraucher ordnungsgemäß über den Inhalt der Vertragskonditionen zu informieren“, kritisiert Kleinlein. Somit ist es vorprogrammiert, dass Verträge unter falschen Erwartungen abgeschlossen werden. „Im Rahmen der gesetzlichen Neufassung des Versicherungsvertriebs muss der Gesetzgeber hier für die Verbraucher einen besseren Schutz etablieren“, so Kleinlein. Der vzbv und der BdV fordern daher, dass auch für diesen Vertriebsweg die Versicherungsvertriebsrichtlinie Anwendung findet.

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