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Lebens- und Rentenversicherung | 19.05.2017

Bund der Versicherten prüft Stabilität der Lebensversicherer

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Am kommenden Montag werden erstmalig die Solvabilitätsberichte der Versicherungsunternehmen veröffentlicht. Der Bund der Versicherten e. V. wird gemeinsam mit dem anerkannten Analysten Carsten Zielke (Zielke Research Consult GmbH) untersuchen, wie es um die Stabilität und Sicherheit der deutschen Lebens- und Privaten Krankenversicherungsunternehmen steht. Die neuen Aufsichtsregeln verpflichten die Unternehmen, diese Berichte offen zu legen. BdV-Vorstandsprecher Axel Kleinlein begrüßt diese Veröffentlichungspflicht: „Die Solvabilitätsberichte sind eine maßgebliche Säule der neuen Aufsichtsregeln und stehen für Transparenz.“ Auch Zielke sieht in den Berichten ein wichtiges Analyseinstrument: „Zum ersten Mal müssen alle größeren Versicherer zu ihrer ökonomischen Situation in relativ standardisierter Form Stellung beziehen. Das erleichtert Vergleiche – auch wenn sie nicht perfekt sein können.“

Solvabilitätsberichte sollen Aufschluss darüber geben, wie sicher und stabil sich die Versicherungsunternehmen darstellen. Dies ist besonders für die Verbraucher wichtig, die ihr Geld zur Sicherheit ihrer Altersvorsorge diesen Unternehmen anvertrauen oder die Gesundheitsvorsorge, die auf der Stabilität der Versicherer ruht. Die bisherigen üblichen Bilanzen nach rein deutschen Regeln geben in bestimmte Teilbereiche der Unternehmen nur wenig Einblick in deren Risikosituation, so dass der Verbraucherschutz von jeher Intransparenz bemängelte. Über viele Jahre wurden nun aber auf europäischer Ebene neue Aufsichtsregeln entwickelt, bekannt unter dem Begriff „Solvency II“. Hier war von Anfang an auch Transparenz ein Herzstück der Regelungen. Die Solvabilitätsberichte sollen von nun an für eine höhere Transparenz sorgen.

Schon im Vorfeld warnen Versicherer und Aufsichtsbehörde davor, die Solvabilitätsberichte der Unternehmen zu vergleichen. Dennoch hat sich der BdV dieses Projekt vorgenommen und kritisiert die Warner: „Wer schon im Vorfeld behauptet, die Berichte könnten nicht miteinander verglichen werden, der stellt eine der drei Säulen von Solvency II in Frage und torpediert damit das europäische Aufsichtsregime.“ Zielke sieht einen Vergleich der Solvabilitätsberichte auch aus Analystensicht als richtig an: „Jedes Unternehmen ist sicherlich in seiner Positionierung und mit seinen gewählten Bewertungsansätzen individuell zu betrachten. Doch der Vergleich hilft Abweichungen aufzudecken und Erklärungen zu suchen. Zudem gibt schon die Fülle von freiwilligen zusätzlichen Informationen und die Art der Darstellung eine Indikation zum Transparenzwillen.“

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