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Krankenversicherung | 29.09.2016

Beitragssteigerungen in der PKV angekündigt

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Wie von der Versicherungswirtschaft angekündigt, werden viele privat Krankenversicherte zum Jahreswechsel erneut mit Beitragserhöhungen im zweistelligen Bereich belastet. Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des Bund der Versicherten e. V. (BdV) – Deutschlands größtem Verbraucherschutzverein, wenn es um private Versicherungen geht – fordert von den Privaten Krankenversicherungen (PKV) ein Umdenken in puncto Prämienberechnung: „Nicht nur die sinkenden Zinseinnahmen auf die Rückstellungen der PKV wegen der Nullzinspolitik führen zu laufenden Prämienerhöhungen. Wir fordern schon seit langem, dass auch Inflation und der medizinische Fortschritt von vornherein in die Prämie einkalkuliert werden müssen. Nur so kann man stetigen Prämienerhöhungen Herr werden.“ Der Verbraucherschutzverein rät betroffenen Verbrauchern, sich unabhängig zum Thema „Tarifwechsel“ beraten zu lassen.

Steigende Kosten im Gesundheitssystem sowie ein erhöhtes Schadenaufkommen im Bestand führen dazu, dass die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung stetig steigen. Erhöhungen zwischen 3 und 5 Prozent pro Jahr sind ganz normal. Angekündigt sind jetzt aber branchenweit Erhöhungen im zweistelligen Bereich. Eine weitere Bewährungsprobe für die ohnehin schon geschundenen PKV-Versicherten. „Da die Versicherer mit zu hohen Zinsen kalkuliert haben, wird sich das Problem in den kommenden Jahren weiter zuspitzen“, gibt Kleinlein zu bedenken.

Wehren können sich bereits privat Versicherte gegen solche Erhöhungen regelmäßig nicht. Ihnen bleibt dann nur der Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens. BdV-Mitglieder können sich ausführlich zu diesem Thema bei dem Verbraucherschutzverein beraten lassen.

Um extreme Beitragssprünge zu vermeiden und damit auch die Bezahlbarkeit der Prämie im Alter zu garantieren, ist es nach Ansicht des BdV zwingend erforderlich, dass die Branche umdenkt und die Inflation und den medizinischen Fortschritt einkalkuliert. „Dies führt zwar zu höheren Einstiegsprämien, aber der Verbraucher muss dann nur mit moderat steigenden und kalkulierbaren Prämien rechnen“, erläutert Kleinlein.

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