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Lebens- und Rentenversicherung | 15.11.2018

BaFin stützt Forderung nach Provisionsdeckel

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Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) fordert schon seit Langem eine Beschränkung der Abschlusskosten in der Lebensversicherung auf 1,5 Prozent sowie der Verwaltungskosten auf 5 Prozent des Beitrags. Auf der Jahreskonferenz der Versicherungsaufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sprach sich am Dienstag auch der BaFin-Exekutivdirektor Dr. Frank Grund für einen Provisionsdeckel aus: „Schön, dass uns die Aufsichtsbehörde BaFin bei der Forderung nach einem Provisionsdeckel zur Seite steht, wenn auch leider auf höherem Niveau“, berichtet BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

Die Politik jedoch scheint sich diesbezüglich mit der BaFin uneins zu sein. So bestritt Frank Schäffler (FDP) die Notwendigkeit eines Provisionsdeckels. „Wir finden es erschreckend, dass Herr Schäffler negiert, dass Provisionen zu Fehlanreizen führen. Die Praxis beweist es doch tagtäglich“, so Kleinlein. Und fügt hinzu: „Gut, dass Herr Grund von der BaFin erkannt hat, dass Provisionen genau zu eben diesen Fehlanreizen führen.“

Die Position von Herrn Schick (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), vollständig auf Provisionen zu verzichten, kann der BdV jedoch nicht nachvollziehen. Kleinlein: „Wir sehen einen Provisionsverzicht in allen Bereichen als nicht sachgerecht an.“

Kleinlein zeigt sich zumindest über einen Konsens erfreut: „Einig scheinen sich alle Beteiligten zu sein, dass Provisionen bei Restschuldversicherungen zukünftig gedeckelt werden sollen. Hier sind die Provisionsexzesse auch exorbitant und kommen pikanterweise hauptsächlich den kreditgebenden Banken zu Gute.“

BdV-Forderung: Beschränkung der Abschlusskosten auf 1,5 Prozent der Beitragssumme und der Verwaltungskosten auf 5 Prozent des Beitrags – und zwar schnell. Zu Gunsten der Verbraucherinnen und Verbraucher!

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