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Europa | 31.10.2016

Bund der Versicherten sieht Chancen bei Europa-Rente

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Mit einer neuerlichen Konsultation hat die EU-Kommission die Idee eines europaweiten Rentenprodukts weiter forciert. Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) hat vor wenigen Tagen seine Stellungnahme abgegeben und unterstützt das Projekt. „Wir brauchen eine einfache, effiziente und europaweite Lösung für die Altersvorsorge“, erklärt Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV. Skeptisch sieht der BdV dabei die Rolle der Versicherungsunternehmen. „Die Versicherer sind keine vertrauenswürdigen Partner“, warnte Kleinlein kürzlich bei einer Konferenz in Brüssel zur Kapitalmarktunion vor hochrangigen EU-Repräsentanten. „Der legale Betrug der Lebensversicherer darf keinen Eingang in dieses europäische Projekt finden“, so Kleinlein.

Die EU-Kommission hat die Idee eines europaweit angebotenen kapitalgedeckten Altersvorsorgeprodukts bereits 2012 angestoßen. Neue Impulse erhält das Projekt durch die jüngste Konsultation, in der auch der BdV seine positive Haltung zur Europa-Rente deutlich macht. Zusätzlich bekommt die Diskussion um die Europa-Rente weiteren Schwung durch die Europäische Kapitalmarktunion. Diese kann den Zugang zu deutlich rentableren und effizienteren Kapitalanlagen ermöglichen. Die Kapitalmarktunion kann damit eine Grundlage für neue Altersvorsorgeprodukte schaffen.

Das Zusammenspiel der Europa-Rente und der Kapitalmarktunion war daher auch ein Hauptthema auf der diesjährigen Konferenz von Better Finance, einer Dachorganisation europäischer Verbraucher- und Anlegerschützer, vor wenigen Wochen in Brüssel. Auch EU-Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis und der Chef der europäischen Versicherungsaufsicht Gabriel Bernardino setzten sich mit den Fragen zur Kapitalmarktunion oder der Europarente auseinander. Kleinlein, Vizevorstand von Better Finance, warnte davor, bei der europäischen Altersvorsorge auf die Versicherungswirtschaft zu setzen. Der „legale Betrug“ der Lebensversicherer disqualifiziere diese Branche als verlässlicher Partner.

Die Stellungnahme des BdV zur Konsultation finden Sie hier.

 

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