Europa

The most important decisions on the future of the insurance industry are not primarily taken in Germany, but they are put forward before in Brussels. That is the reason why our engagement is particularly important there.

Since May 2015 the German Association of the Insured (BdV) is member of Better Finance, the most important umbrella organization of non-governmental organizations in the EU in the finance sector. Since April 2016 BdV is member of the board of Better Finance. In this way we are able to push forward our positions on directives and regulations referring to financial services.

In a critical and constructive way we review as well the proposals coming from Brussels with regard to the other European institutions by publishing comments.

 

Die wichtigen Entscheidungen über die Zukunft der Versicherungswirtschaft werden nicht zuerst in Deutschland getroffen, sondern sie werden zuvor bereits in Brüssel auf den Weg gebracht. Daher ist unser Engagement dort besonders wichtig.

Seit Mai 2015 ist der Bund der Versicherten e. V. (BdV) Mitglied bei „Better Finance“ - der größten Dachorganisation von unabhängigen Verbraucherverbänden (NGOs) in den EU-Staaten, die auf Finanzdienstleistungen spezialisiert sind. Seit April 2016 ist der BdV Mitglied im Vorstand von Better Finance. So können wir uns bei neuen Richtlinien und Regularien rund um das Thema Finanzdienstleistungen einbringen.

Kritisch und konstruktiv begleiten wir die Brüsseler Vorhaben auch gegenüber den europäischen Institutionen in weiteren Stellungnahmen.

Dr. Christian Gülich, EU Policy Officer beim BdV, ist in den Fachbeirat für die betriebliche Altersvorsorge (Occupational Pensions Stakeholder Group) aufgenommen worden.

Der BdV hat mit Christian Gülich zu seinen neuen Aufgaben gesprochen. Das Gespräch finden Sie hier.

EIOPA, die europäische Versicherungsaufsicht, hat die Zusammensetzung ihrer Fachbeiräte (Stakeholder Groups) bekannt gegeben.

Die EIOPA-Pressemitteilung zur konstituierenden Sitzung des Fachbeirats finden Sie hier.

Interview with Manuela Zweimueller, EIOPA’s Head of Policy and Katja Wuertz, EIOPA’s Head of Consumer Protection for the German Association of the Insured (Bund der Versicherten)

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Brexit | 04.01.2019

Der Brexittermin rückt näher

Das Datum des offiziellen britischen Austritts aus der EU rückt immer näher (ab 29. März 2019), ohne dass bisher klar ist, ob es überhaupt zu einem Abkommen zwischen der EU27 und Großbritannien kommt, und falls ja, was dieses Abkommen konkret beinhaltet. Diese Unsicherheit betrifft leider auch die Versicherungsnehmer, vor allem die kontinentaleuropäischen, die Verträge mit britischen Versicherern abgeschlossen haben, umgekehrt sind es weitaus weniger.

Im Kern geht es darum, dass falls es zu keinem Übergangsabkommen kommt, der sogenannte "harte" Brexit eintreten würde. Dadurch würde den britischen Versicherern in der EU27 und umgekehrt den kontinentaleuropäischen Versicherern in Großbritannien die Erlaubnis für das grenzüberschreitende Direktgeschäft entzogen werden. Bestehende Verträge würden davon nicht betroffen werden, sie können - allerdings nur ohne weitere Veränderung - bis zum vereinbarten Vertragsende weitergeführt werden wie etwa Lebensversicherungen.

Mittlerweile hat der deutsche Gesetzgeber reagiert und ist dabei, Notfallregelungen  zu verabschieden. Demnach „wird der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Bank- und Versicherungsbereich die Möglichkeit gegeben, Unternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich, die bislang grenzüberschreitend im Inland tätig waren, zu gestatten, ihr Bestandsgeschäft für einen Übergangszeitraum bis spätestens Ende 2020 fortzuführen, soweit dies zur Vermeidung von Nachteilen für die Funktionsfähigkeit oder die Stabilität der Finanzmärkte oder für inländische Versicherungsnehmer erforderlich ist.“

Für die Versicherer bestehen allerdings Informationspflichten gegenüber ihren Kunden, die von der europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA in mehreren Verlautbarungen klar ausformuliert worden sind (Dokumente nur in englischer Sprache).

  • Zum Thema Informationspflichten gegenüber den Kunden:
    EIOPA Opinion on disclosure of information to customers about the impact of the withdrawal of the United Kingdom from the European Union (28 June 2018)

  • Zum Thema Insolvenzschutz:
    EIOPA Opinion on the solvency position of insurance and reinsurance undertakings in light of the withdrawal of the United Kingdom from the European Union (18 May 2018)

  • Zum Thema Vertrags- und Dienstleistungskontinuität:
    EIOPA Opinion on service continuity in insurance in light of the withdrawal of the United Kingdom from the European Union (21 December 2017)

Darüber hinaus gibt die britische Finanzaufsicht FCA klare Warnhinweise, wie sich Verbraucher gegen mögliche Betrugsversuche wehren können, die durch die Brexit-Unsicherheiten aufkommen können (Abschnitt „Staying safe from scams“). Diese entsprechen weitgehend den Warnhinweisen, die auch in Deutschland gegen Betrugsversuche vor allem aus dem grauen Kapitalmarkt gegeben werden (Vorsicht bei unerwarteten Anrufen, nicht unter angeblichem Zeitdruck handeln, keine persönliche Daten an Unbekannte herausgeben, E-Mailabsender überprüfen, Rücksprache mit Bank, Versicherung o.a. Finanzdienstleister über bekannte und vertraute Telefonnummern, eMail-Adressen usw.).

 

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