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BdV Wissenschaftstagung 2009

Was medizinische Gutachten taugen, darüber sprach Dr. med. Susanna Stöhr. Sie stützte sich auf eine umfassende Untersuchung aus der Schweiz. Foto: Dreyling

 

Dritter Workshop für junge Versicherungswissenschaftler
Wie gut sind Gutachten?

Über die medizinische Gutachtensituation in der Schweiz referierte Dr. med. Susanna Stöhr von dem Universitätshospital Basel am Vorabend der Tagung auf dem Workshop für Junge Versicherungswissenschaftler. Sie berichtete über eine Studie, in der Gutachten verschiedener Schweizer Versicherungen untersucht wurden. Ziele der Analyse waren das Erfassen der inhaltlichen Gutachtenqualität, Ableiten von Handlungsempfehlungen sowie das Erarbeiten eines Rasters zur Qualitätsüberprüfung.

Sie stellte fest, dass die Gutachtenqualität in der Schweiz verhältnismäßig gut ist: 50 Prozent aller Bewertungen waren gut oder noch besser. Diese Erkenntnis dürfte für die Schweizer Versicherer sehr interessant sein, denn die fachliche Qualität ist entscheidend für den Wert eines Gutachtens.

Weitere Referenten: Philipp Molinari von der Wissenschaftlichen Hochschule Lahr thematisierte die Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS. Rafael Krönung von Bode Hewitt sprach sich für ein Kombinationsmodell zur Integration von Langzeitkonten in die betriebliche Altersversorgung aus. Susann Rochlitz von dem Forschungsinstitut für Neue Alterssicherungssysteme und Rechtsbiometrik an der HU- Berlin betrachtete die Arbeitszeitkonten aus juristischer Sicht.

Maik Dietrich von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg stellte die steueroptimierte Vermögensbildung mit Hilfe der Riester-Rente vor. Stephan Rosenbrock des Hamburger Zentrums für Versicherungswissenschaft präsentierte sein Risikoausgleichsmodell zur Übertragung der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung.

 

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