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BdV Wissenschaftstagung 2008

Wissenschaft für Verbraucherschutz

18. Wissenschaftstagung mit internationalen Referenten ein voller Erfolg

Aktuelle Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt der 18. Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten, die am 17. und 18. April 2008 im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt stattfand. Zu den Teilnehmern zählten Versicherungswissenschaftler, Vertreter aus Bundesministerien, aus Politik und Wirtschaft sowie Verbraucherschutzverbänden und der Versicherungswirtschaft.

Der Workshop „Junge Versicherungswissenschaftler“ am Vorabend der Tagung fand zum zweiten Mal statt. Er hatte sich bereits im vergangenen Jahr als ein herausragendes Ereignis etabliert. Darin beschäftigte sich Dr. Oliver Riedel von der Universität Gießen mit der „Versicherungswirtschaft im Spannungsfeld zwischen Risikogerechtigkeit und sozialer Gerechtigkeit“. Oliver Horn von der Universität Ulm referierte zur „Theorie und Anwendung von Managementregeln im Asset-Liability-Management von Versicherern“.

Die „Transformation von Elementarrisiken mithilfe alternativer Mechanismen des Kapital- und Versicherungsmarktes“ war das Thema von Magister Monika Gruber von der Universität Innsbruck. Johannes Schmidt von der Universität Mainz erörterte die produktübergreifende Finanzberatung, Beratung über substituierbare und komplementäre Produkte im Bank-, Wertpapier- und Versicherungssektor.

Julia Wernicke von der Humboldt-Universität zu Berlin berichtete über den Zweitmarkt für Lebensversicherungen in Deutschland und stellte einen Rechtsvergleich mit dem britischen und US-amerikanischen Recht vor. Johannes Wölfing von der Humboldt-Universität zu Berlin trug die neuen Anforderungen bei der Vermittlung von Versicherungs- und Finanzprodukten unter Haftungsdächern vor.

Hajo Hoffmann, Vorsitzender des Zukunftsbeirates von Pro Seniore, hielt das Hauptreferat über „System und Perspektiven der Pflegeversicherung aus dem Blickwinkel der Praxis“. Dr. Roman N. Schulze von der Fact Unternehmensberatung schilderte die „Verpflichtung und Konsequenzen von Kindern bei der Familienpflege“. Professor Dr. Ulrich Meyer von der Universität Bamberg rundete das Thema mit den „Deckungslücken in der Pflegeversicherung“ ab.

Am Nachmittag sprach Professor Dr. Dieter Rückle von der Universität Trier über die „Eigenmittel des Versicherungsunternehmens: zukünftige Anforderungen und Aufbringung durch Aktionäre oder Versicherte?“ Über die Auswirkungen von Solvency II auf Verbraucher informierte Frank Romeike, RiskNet aus Oberaudorf.

Professor Dr. Helmut Heiss von der Universität Zürich erläuterte den gemeinsamen Referenzrahmen des europäischen Versicherungsvertragsrechts. Professor Dr. Martin Schauer von der Universität Wien beschrieb die „Entwicklungen der Lebensversicherung – Rückkaufswerte und Zillmern nach österreichischem Recht“.

Professor Wolfgang Römer, Richter am Bundesgerichtshof a. D., berichtete vom Konzept und den ersten Erfahrungen mit dem Produktinformationsblatt. Professor Dr. Hans-Peter Schwintowski von der Humboldt-Universität zu Berlin referierte zur Kostentransparenz nach der Verordnung über Informationspflichten bei Versicherungsverträgen. Schließlich schilderte Dr. Helmut Müller seine Erfahrungen als Ombudsmann für die private Krankenversicherung.

Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des BdV: „Wir haben ausgezeichnete Referenten gehört und engagiert aktuelle Themen diskutiert. Die 18. Wissenschaftstagung war ein voller Erfolg.“

 

 

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