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BdV Wissenschaftstagung 2008

Krankenversicherer werden strenger

PKV-Ombudsmann behandelt jährlich 4.500 Beschwerden – Tendenz steigend

Privatversicherte bekommen nicht mehr so einfach alles bezahlt. Darauf hat auch der Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung (PKV), Dr. Helmut Müller aus Berlin, in seinem Erfahrungsbericht auf der 18. Wissenschaftstagung des BdV hingewiesen. Als Ursache nannte Müller: „Die Versicherer prüfen strenger als früher.“

Ein Drittel aller 4.500 Beschwerden, die Müller in diesem Jahr zu bearbeiten hat, beschäftigen sich mit der bestrittenen „medizinischen Notwendigkeit“. Wesentlich dabei waren Eingaben zu Beitragserhöhungen, Honorarstreitigkeiten und Probleme bei falscher Beantwortung von Gesundheitsfragen bei Antragsstellung.

Hinzu kommen Auseinandersetzungen darüber, ob die Versicherten das richtige Krankenhaus gewählt haben. Es kommt darauf an, dass der Kranke vorher die Zustimmung seines Versicherers einholt, wenn er eine so genannte „gemischte Anstalt“ aufsuchen will. Dabei handelt es sich um Häuser, die sowohl stationäre Heilbehandlung als auch Kurbetrieb anbieten.

In seinem Ausblick prognostizierte Dr. Müller, dass es in Zukunft mehr Beschwerden geben wird als bisher. Ursache dafür sei auch die jüngste Gesundheitsreform, aus der sich eine dauerhafte Reihe neuer Fragen ergeben dürften. Als Beispiele nannte er etwa den Basistarif und die Übertragbarkeit der Alterungsrückstellungen. Ein neuer Bereich ist die Möglichkeit für Versicherte, sich über Vermittler zu beschweren.

 

 

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