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BdV Wissenschaftstagung 2007

Krankenversicherung in Gesundheitsreform 

Drei wichtige Schwerpunkte bildeten den thematischen Bogen der 17. Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten (BdV) vom 10. bis 11. Mai in Bad Bramstedt: Gleichbehandlungsgesetz, private Krankenversicherung in der Gesundheitsreform sowie verbraucherrechtliche Schwachstellen der VVG-Reform. Neu in diesem Jahr: Am Vorabend des ersten Tagungstages fand zudem ein Workshop „Junge Versicherungswissenschaft“ statt. Annähernd sechzig junge Wissenschaftler referierten und diskutierten engagiert mit dem wissenschaftlichen Beirat des BdV Themen aus ihren Fachgebieten.

Zu Beginn der Wissenschaftstagung am nächsten Morgen skizzierte Professor Dr. Hans-Peter Schwintowski von der Humboldt-Universität zu Berlin und Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates in seiner Begrüßungsansprache die neueste Entwicklung des BdV. Er informierte die 120 Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die auf der jüngsten Mitgliederversammlung verabschiedete neue Satzung, nach der ein Aufsichtsrat und drei Geschäftsführer an der Spitze des Vereins stehen sollen. Schwintowski beschrieb zudem den künftigen Kurs des BdV, der mit diesem Slogan auf den Punkt zu bringen ist: „Kooperation wo möglich, Konfrontation falls nötig – alles für den Verbraucherschutz.“

Im ersten Teil der Tagung beschäftigte sich Professor Dr. Reinhard Singer von der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem „Konzept des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“. Professor Dr. Wolfgang Schünemann von der Universität Dortmund behandelte in seinem Vortrag das Thema „Allgemeine Gleichbehandlung im Versicherungswesen“. Die anschließende Diskussion leitete Professor Dr. Jürgen Basedow, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg.

Zur „privaten Krankenversicherung in der Gesundheitsreform 2007“ referierte Dr. Martin Schölkopf vom Bundesgesundheitsministerium Berlin. Verfassungsrechtliche Probleme beschrieb Dr. Astrid Wallrabenstein von der Universität Gießen und über ökonomische Auswirkungen sprach Professor Dr. Ulrich Meyer von der Universität Bamberg. Die Diskussionen zu diesen Themenkomplexen leiteten Universitätsprofessor Dr. Christoph Brömmelmeyer von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und Professor Dr. Dieter Rückle von der Universität Trier.

Das Themenfeld „Private Krankenversicherung in der Gesundheitsreform“ schloss mit einer Podiumsdiskussion. Auf dem Podium saßen BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck, Dr. Martin Schölkopf, Roland Weber (Mitglied der Vorstände der Debeka Versicherungsgruppe, Koblenz) und als Diskussionsleiter Professor Dr. Günter Borchert von der Bergischen Universität Wuppertal.

Den zweiten Tagungstag mit dem zentralen Thema „Verbraucherrechtliche Schwachstellen der VVG-Reform“ eröffnete Professor Dr. Heinrich Dörner von der Universität Münster mit seinem Beitrag über Beratung und Information des Versicherungsnehmers. Im Anschluss zeigte Versicherungsombudsmann Professor Wolfgang Römer verbraucherrechtliche Schwachstellen in der VVG-Reform in der Lebensversicherung auf. Die anschließende Diskussion leitete Professor Schwintowski.

Unter der Überschrift „Erfahrungsberichte aus der Praxis“ beschäftigte sich Thorsten Rudnik, 2. Vorsitzender des BdV, mit „Problemen der Restschuldversicherung“. BdV-Vorstandsmitglied Heike Fricke referierte zum Thema „Discounter – die neuen Versicherungsvermittler?“.

 

 

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