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Übles Geschäft mit dem Tod

Sterbegeldversicherung - eine „Nullnummer“

"Alte Menschen wollen ihre Angehörigen nicht belasten und fallen deshalb immer wieder auf die Sterbegeldversicherungen herein", bedauert Bianca Höwe vom Bund der Versicherten (BdV). Diese Versicherungen seien in Wahrheit kräftig abgespeckte Kapitallebensversicherungen. Bianca Höwe: "Sie sind nicht empfehlenswert. Sie bringen sogar eine noch schlechtere Rendite als die übliche Kapitallebensversicherung".

"Man muss allerdings anerkennen", fasst BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck zusammen, "dass die Versicherungswirtschaft für dieses wirklich ungünstige Produkt eine glänzende Lobbyarbeit gemacht hat. Oft merken die Menschen nicht einmal, dass sie bei diesem üblen Geschäft mit dem Tod übervorteilt werden."

Denn die Rendite dieser Verträge ist nach Erkenntnissen des BdV gleich Null, weil der Großteil der Beiträge für den Risikoschutz verwendet wird. Die Kunden zahlen über die Jahre mehr Beitrag ein, als im Falle des Todes herauskommt. Nur bei einem frühen Tod kann sich der Vertrag für die Nachfahren des Versicherten "lohnen".

Lilo Blunck: "Bei der Sterbegeldversicherungen geht es allein darum, Geld anzusparen. Das geht allerdings mit einem Geldanlageprodukt bei der eigenen Bank des Vertrauens sicher viel besser als mit dem Abschluss einer derartigen Versicherung".

Übrigens: Auch wenn Verbände Sterbegeldversicherungen anbieten verbirgt sich dahinter nichts anderes als eine für die Verbraucher ungünstige Versicherungsform, zu der der BdV rät: Finger weg!
 


 

v.i.S.d.P. Lilo Blunck, Henstedt-Ulzburg, 23.10.2006

 

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