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Und ewig locken die privaten Krankenversicherer: Verbraucher sollten deren Werbung nicht so leicht erliegen, am Ende könnte es teuer werden. Foto: BdV/Dreyling
Und ewig locken die privaten Krankenversicherer: Verbraucher sollten deren Werbung nicht so leicht erliegen, am Ende könnte es teuer werden. Foto: BdV/Dreyling

BdV: Beiträge für gesetzlich Krankenversicherte steigen

Nicht überstürzt in die „Private“ wechseln

Ab 2009 sollen gesetzlich Krankenversicherte einen einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent bezahlen. Für viele bedeutet das eine Erhöhung. Private Krankenversicherer rühren jetzt kräftig die Werbetrommel. Sie wollen Wechselwillige mit vermeintlich niedrigeren Prämien noch 2008 anlocken. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): „Vorsicht! Der Wechsel in die private Krankenversicherung will gut überlegt sein.“

Arbeitnehmer mit einem Brutto-Jahreseinkommen von mehr als 48.150 Euro (2008) in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren und Selbständige sowie Beamte einkommensunabhängig können der Gesetzlichen den Rücken kehren. Doch durch die Gesundheitsreform ändert sich auch bei den Privaten einiges.

Wer sich ab 2009 erstmals privat krankenversichert, darf bei einem späteren Wechsel zu einer anderen Gesellschaft einen Teil seiner Alterungsrückstellungen mitnehmen. Deshalb sollen die Prämien für Neukunden höher ausfallen. Entscheidet sich ein gesetzlich Versicherter noch 2008 für die Private, zahlt er aber nur vielleicht weniger.

Lilo Blunck: „Der Prämienvorteil ist nur von kurzer Dauer. Langfristig werden die Prämien für alle Privatversicherten steigen.“ Denn Bestandsversicherte können von Januar bis Ende Juni 2009 ebenfalls ihre Alterungsrückstellungen teilweise übertragen.

Zudem sind die privaten Krankenversicherer ab 2009 verpflichtet, einen Basistarif anzubieten. Das Leistungsniveau ist mit dem der Krankenkassen vergleichbar. Die Gesellschaften müssen Interessenten unabhängig vom Gesundheitszustand aufnehmen und das ohne Zuschläge und Ausschlüsse zu einer begrenzten Prämie. Finanziert sich der Basistarif nicht allein, zahlen die Bestandsversicherten zu.

Die BdV-Chefin: „Vor einem Wechsel in die Private sollten Vor- und Nachteile genau abgewogen werden. Denn eine Rückkehr ist nicht ohne weiteres möglich.“ 

Wer sich umfassend über das Thema Krankenversicherung informieren möchte, kann sich unter www.bundderversicherten.de (einfach auf „Publikationen“ und „Broschüren“ klicken) eine Broschüre dazu herunterladen oder sie kostenlos per Post kommen lassen – ein Anruf genügt 04193-94222.


 

Hinweis: Ein honorarfreies Foto zur Meldung finden Sie hier.

 

v.i.S.d.P. Lilo Blunck, Henstedt-Ulzburg, 28.10.2008

 

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